Unternehmenszweck
Der Unternehmenszweck beschreibt die grundlegende Aufgabe, zu deren Erfüllung ein Unternehmen wirtschaftlich handelt.
Der Unternehmenszweck bildet im Framework den übergeordneten Bezugspunkt organisatorischer Gestaltung.
Organisation ist kein Selbstzweck. Sie soll das betriebliche Handeln ermöglichen, das zur Erfüllung des Unternehmenszwecks erforderlich ist.
Der Unternehmenszweck ist damit ein Bezugspunkt des Frameworks, nicht sein vollständiger Untersuchungsgegenstand. Das Framework prüft nicht, ob ein Unternehmenszweck, ein Geschäftsmodell oder eine strategische Zielsetzung wirtschaftlich richtig gewählt ist. Es untersucht, welche organisatorischen Bedingungen für das daraus erforderliche betriebliche Handeln bestehen oder gestaltet werden müssen.
Abgrenzung
Der Unternehmenszweck ist vom Geschäftsmodell, von konkreten Unternehmenszielen, einzelnen Leistungen und organisatorischen Mitteln zu unterscheiden.
Ein Unternehmen kann mehrere miteinander verbundene Zwecksetzungen verfolgen. Die Definition setzt daher nicht voraus, dass jedes Unternehmen auf genau einen isolierten Zweck reduziert werden kann.
Bedeutung für das Framework
Die grundlegende Beziehung lautet:
Unternehmenszweck → erforderliches betriebliches Handeln → Organisation
Dabei ist diese Beziehung nicht vollständig linear: Organisation und tatsächliches Handeln beeinflussen sich wechselseitig.
Für die Anwendung kann die Beziehung um die Ergebnis- und Rückkopplungsperspektive ergänzt werden:
Anforderung → erforderliches betriebliches Handeln → organisationale Bedingungen → tatsächliche Leistung und Wirkung
Die vorgelagerten Anforderungen und die nachgelagerten Ergebnisse können aus Strategie, Markt, Kunde, Wirtschaftlichkeit oder anderen fachlichen Bereichen stammen. Das Framework konzentriert sich auf die organisatorische Mitte und ihre Beziehung zum tatsächlichen Handeln.