Auch dieses Jahr habe ich wieder am Wings for Life World Run teilgenommen.
Dieser Lauf findet seit 2014 alljährlich statt, sämtliche Startgelder fließen in die Rückenmarkforschung. Das große Ziel: die Heilung von Querschnittlähmung.
Ich habe dieses Jahr zum zweiten Mal teilgenommen, wieder zusammen mit einigen anderen Mutigen aus unserer Laufgruppe.
Für mich sind solche Läufe immer noch ein Kampf gegen die eigenen Grenzen. Die hatte ich aufgrund längerer gesundheitsbedingter Trainingspausen als sehr niedrig eingeschätzt. Vielleicht 3 km joggen, den Rest dann irgendwie gehen, Intervall, wasauchimmer.
Dabei sein ist schließlich alles!
Also habe ich mich mutig aufgemacht und bin mit der Truppe losgelaufen.
Das Wetter war super, nur der Wind war zeitweise ziemlich fies.
In der Gruppe zu laufen, ist immer eine gute Motivation und so flogen die Kilometer dahin. Nach drei Kilometern ging es mir immer noch super.
Schneller als gedacht kamen wir an der Stelle vorbei, wo ich mich im letzten Jahr ausgeklinkt hatte.
Und es ging mir immer noch gut. Herzfrequenz im normalen Bereich, Atmung auch noch ok.
Und plötzlich waren wir eine Runde um den See herum, ca. 5,5 km. Das kam unerwartet!
Doch so langsam merkte ich, dass ich an meine Grenzen kam. Trotzdem habe ich weiter gemacht. Auf die Atmung geachtet, das Tempo im Blick behalten.
Doch nach gut 6,5 km war es dann erst mal vorbei mit dem Tempo. Die Beine wollten nicht mehr so richtig.
Die restliche Zeit bis zum Catcher Car bin ich dann gegangen, sodass offiziell 7,5 km gewertet wurden.
Wahnsinn!
Ich nehme die 6,5 km für mich mit. Das ist tatsächlich mein neuer persönlicher Rekord. Noch nie in meinem Leben habe ich eine solche Distanz laufend (joggend) zurückgelegt!
Und ich habe es überlebt. Auch heute, einen Tag später, hält sich der Muskelkater in Grenzen und die Gelenke schmerzen nur ein wenig.
Und ich habe mal wieder gesehen, dass man doch immer noch Reserven hat. Dass sich Disziplin auch wirklich lohnt.
Jetzt bin ich mir auch sicher, dass ich im September zum Jedermannlauf hier in Wandlitz die 10 km „locker“ laufen kann. 💪
Wann hast du das letzte Mal deine persönlichen Grenzen verschoben? Womit? Schreib es in die Kommentare.
👋 Hi! Ich bin Matthias.
So wie man im Training effizienter wird, helfe ich Unternehmen, unnötige Arbeitszeit einzusparen.